Briefmarkenheft, Großbritannien (2015)

Briefmarkenheft aus Großbritannien, 2015

Ein Briefmarkenheft oder Markenheftchen (Abk. MH), (amtlich früher Freimarkenheftchen, Postwertzeichen-Heftchen oder Postfreimarken-Heftchen), ist eine spezielle Verkaufsform von Briefmarken an Postschaltern und früher auch Briefmarkenautomaten, die eine Zusammenstellung mehrerer Briefmarken (in der Bundesrepublik/West-Berlin häufig 8–10 Marken, die Spanne reicht jedoch von 4–30) in gängigen Werten in einem Heftchen zu einem runden Verkaufspreis (früher häufig 1 oder 2 DM, inzwischen meist das Zehnfache des Standardbrief-Portos) enthält. Der Vorteil ist der einfache Vorratskauf häufig benötigter Marken sowie die geschützte und zusammenhängende Aufbewahrung. Beim Verkauf der Markenheftchen über Automaten waren diese gegenüber dem Verkauf einzelner Briefmarken von der Rolle im Vorteil, da die Markenheftchen auch bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht aneinanderklebten, was bei Rollenmarken trotz spezieller Gummierung nie ganz ausgeschlossen war.

Früher waren oft mehrere Werte vorhanden, die zu Portostufen vielfältig kombiniert werden konnten. Heutzutage bestehen die Markenheftchen der Deutschen Post AG (im Postjargon als Markenset (10 Marken) oder Maxiset (20 Marken) bezeichnet) vorwiegend aus zehn selbstklebenden Sondermarken in einer einheitlichen Wertstufe, haben dafür aber auch keinen „runden“ (= besonders automatentauglichen) Verkaufspreis mehr.

Die Deutsche Bundespost gab 1995 die Briefmarke                                                                                                                                         „100 Jahre Entdeckung der Röntgenstrahlen“                                                                                                                                             heraus.

Das war meine erste Briefmarke mit einem Hand-Motiv. Weitere sollten in den nächsten Jahren folgen.

Bei meiner Suche nach weiteren Briefmarken mit „Händen“ wurde ich jahrelang unterstützt durch den Freiburger Philatelisten und Briefmarkenhändler Rüdiger Frey. Immer wieder wurde ich durch neue Funde aus aller Welt überrascht, ich bin Herrn Frey für diese intensive Suche und Mitarbeit sehr dankbar!