Rotes Kreuz Jugoslawien (1975)
Briefmarke aus Jugoslawien, 1975
Rotes Kreuz
Das Buch erscheint 1862. Dunant macht Werbung und schickt es an einflussreiche Persönlichkeiten in ganz Europa. Sein Appell für eine bessere Versorgung und den neutralen Schutz von Verwundeten in bewaffneten Konflikten trifft auf breite Zustimmung. Im Februar 1863 wird darauf in Genf ein fünfköpfiges Komitee gegründet, das Dunants Ideen umsetzen soll. Diese Gruppe wird später der Kern des „Internationalen Komitee des Deutschen Roten Kreuzes“. Im August 1864 beruft die Schweizer Regierung in Genf eine Konferenz mit Delegierten aus 16 Nationen ein. Drei Wochen später unterzeichnen zwölf der Abgesandten die ersten Genfer oder Rotkreuz-Konventionen. Das Abkommen legt fest, dass die Hospitäler, Ambulanzen, Sanitätsdienste und Ärzte als neutrale Instanz agieren sollen und dass die Soldaten des Feindes die gleiche ärztliche Versorgung verdienen wie die eigenen Truppen. Eine Idee, die Geschichte macht: Das Emblem des Roten Kreuzes wird erstmals 1864 im Deutsch-Dänischen Krieg als Armbinde eingesetzt. Als Kennzeichen für Ambulanzen, zivile und militärische Rettungsdienste hat es heute einen Bekanntheitsgrad, wie ihn sonst nur internationale Konsumgütermarken erreichen. Weltweit hat das Rote Kreuz etwa 125 Millionen Mitglieder.
Das war meine erste Briefmarke mit einem Hand-Motiv. Weitere sollten in den nächsten Jahren folgen.
Bei meiner Suche nach weiteren Briefmarken mit „Händen“ wurde ich jahrelang unterstützt durch den Freiburger Philatelisten und Briefmarkenhändler Rüdiger Frey. Immer wieder wurde ich durch neue Funde aus aller Welt überrascht, ich bin Herrn Frey für diese intensive Suche und Mitarbeit sehr dankbar!