Südlibanesische Armee, Libanon (1984)
Briefmarke aus dem Libanon, 1984
Die Südlibanesische Armee (SLA; französisch Armée du Sud Liban, arabisch جيش لبنان الجنوبي, DMG dschaisch lubnân al-dschanûbî, hebräisch צבא דרום לבנון, צד“ל Tzava Drom-Lebanon TzaDaL) war eine libanesische Miliz während des libanesischen Bürgerkrieges. Sie kollaborierte mit Israel bei dessen Besetzung des Südlibanon.
SLA-Führer war bis zu seinem Krebstod im Jahr 1984 Major Saad Haddad und später der pensionierte Generalleutnant Antoine Lahad.
Bis zum Einmarsch Israels im Libanonkrieg 1982 bekämpfte die SLA die PLO im Süden des Landes. Nach der Errichtung der sogenannten ‚Sicherheitszone‘, die de facto eine Besatzung war, richteten sich die Operationen der SLA gegen den Widerstand der überwiegend vom Iran unterstützten Hisbollah sowie der von Syrien unterstützten Amal. 1985 zog die israelische Armee (IDF) teilweise ab und überließ die Kontrolle der SLA, die im gleichen Jahr ihr Hauptgefängnis in Chiyâm etablierte und im Südlibanon eine einjährige allgemeine Wehrpflicht einführte. Die SLA wurde von Israel kontinuierlich mit Geld, Waffen und dazugehöriger Munition logistisch unterstützt.
Trotz der zeitweiligen Anwesenheit von 1.000 bis 1.200 israelischen Soldaten im Südlibanon trug die SLA die Hauptlast des Kampfes inklusive der administrativen Verwaltung des besetzten Gebietes. Das SLA-Gebiet war nicht völlig mit der israelisch besetzten Pufferzone im Südlibanon identisch, sondern ging mit dem nördlich davon gelegenen Abschnitt Jezzine erheblich darüber hinaus. Israelische und SLA-Interessen waren also nicht völlig deckungsgleich. Die SLA wurde des Mordes an vielen Zivilisten zwecks Einschüchterung der Bevölkerung sowie gelegentlicher Bombenanschläge außerhalb der Sicherheitszone beschuldigt.
In den 1990er-Jahren gelangen der Hisbollah zunehmend Angriffe auf die Miliz, zuletzt auch mit Unterstützung des Geheimdienstes der libanesischen Armee, der die SLA unterwandert hatte. Durch Desertion und mangelnden Rückhalt im besetzten Gebiet schrumpfte die der Kollaboration mit den Israelis bezichtigte Miliz kontinuierlich (1980: 5.000, 1990: 3.000, 2000: 1.500).
Die Deutsche Bundespost gab 1995 die Briefmarke „100 Jahre Entdeckung der Röntgenstrahlen“ heraus.
Das war meine erste Briefmarke mit einem Hand-Motiv. Weitere sollten in den nächsten Jahren folgen.
Bei meiner Suche nach weiteren Briefmarken mit „Händen“ wurde ich jahrelang unterstützt durch den Freiburger Philatelisten und Briefmarkenhändler Rüdiger Frey. Immer wieder wurde ich durch neue Funde aus aller Welt überrascht, ich bin Herrn Frey für diese intensive Suche und Mitarbeit sehr dankbar!